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ROOM BOOM gewinnt Preis!

Im Ergebnis des Wettbewerbs »Denkzeit Event« zur Unterstützung der von der Corona-Pandemie stark beeinträchtigten Veranstaltungswirtschaft fördert der Freistaat 157 kreative Ideen. Die Preisträger wurden nach Angaben des Kulturministeriums am Donnerstag in Dresden ausgezeichnet und erhalten zwischen 1.000 und 50.000 Euro für die Umsetzung. (Quelle: dpa/ https://www.t-online.de/region)

Wir freuen uns riesig, vor allem für die Organistorinnen Franziska Rattay und Franzisco Föse. Unsere Kooperation aus dem vergangenen Jahr wird fortgesetzt.

Nächstes ROOMBOOM-Festival ist jetzt im Mai 2021 geplant!

RoomBoom – der Name ist Programm. Eine Kreativexplosion, deren Nachbeben man noch weit über die sächsische Landesgrenze wahrnehmen dürfte. Ein kulturelles Spektakel mit Tiefenwirkung, denn hier im Epizentrum Schkeuditz werden sich lokale und internationale Künstler*innen die Hand reichen und gemeinschaftlich dem ehemaligen ZAW-Gelände einer Schönheits-Operation unterziehen. Das Ziel der Transformation ist ein urbanes Gesamtkunstwerk aus allen denkbaren grafischen, plastischen und audiovisuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Künstler*innen aus verschiedensten Sparten wird die Freiheit gegeben, einen Raum innerhalb des ZAW-Areals umzugestalten.

Der Festival-Besucher wird zu einem Forscher auf Expeditionsreise durch das ehemalige ZAW-Gelände in neuem Anstrich. Gezeigt werden vor allem Werke aus den Bereichen Street Art, Design, Mural Art, Installation, bildende Kunst, Malerei und Fotografie. Aber auch Bands, Dj`s und Künstler*innen aus Performance, Theater und Tanz, sowie Workshops mit den Besucher*innen, bieten ein Programm von einzigartiger Vielfältigkeit.

Die Ausstellung wird durch einen StreetFood- und Kunstmarkt auf dem Hof begleitet. Gerade in den Kleinstädten ist es wichtig ein kulturelles Fundament zu erschaffen, um Menschen weiterhin an ihre Region zu binden. Die sächsische Stadt Schkeuditz liegt zwischen Halle und Leipzig und hat es nicht immer leicht sich zu behaupten. Wir sehen das anders. Denn hier können wir Künstlerinnen und Künstlern die Plattform und den Raum bieten, sich gestalterisch zu verwirklichen.

Der Ort, das ehemalige ZAW-Gelände, ist ein alter Industriebau und ist 1938 erbaut worden. Seit jeher wurde dieser von verschiedenen Betreibern, wie der Industrie- und Handelskammer, der MAB oder der ZAW GmbH als Ausbildungsstätte für Lehrlinge genutzt. Auf dem Gelände befindet sich das vierstöckige Hauptgebäude und mehrere teilweise 1-2 stöckige Nebengebäude. Allein das Hauptgebäude bietet mit seinen insgesamt rund 1500 qm viel Raum für Kreativität.

Das Room Boom Festival ist ein gemeinnütziges Projekt.

Unterstützt wurde das Projekt durch viele Spenden, Sponsoren und durch die Stadt Schkeuditz.

Ein Projekt des art Kapella Schkeuditz e. V.
mit dem Kooperationspartner ROOMBOOM TEAM 2019
Organistor*innen: Franziska Rattay und Franzisco Föse.

Sponsoren und Unterstützer 2019:



Quelle: https://roomboom.net/about/

20 Jahre Chor Art Kapella

Im Jahr 2000 gegründet, wollte der Chor Art Kapella dieses Jubiläum mit einem Fest begehen. Leider haben das die aus der Corona-Pandemie resultierenden Vorsichtsmaßnahmen zur Begrenzung von Kontakten und Aktivitäten verhindert. Aber eines haben wir doch getan: Wir haben zum Jubiläum eine neue CD produziert!

Als im März die Maßnahmen zum Lockdown griffen und sich der Chor nicht mehr zu Proben treffen konnte, haben wir Auswege gesucht und gefunden. Die Proben der einzelnen Stimmen – die Registerproben – wurden über Videokonferenzen mittels Skype und WhatsApp über das Internet durchgeführt, jeweils nur eine Stimmgruppe und maximal 4 teilnehmende Personen. Das war sehr effektiv und praktikabel, da ja später bei den Studioaufnahmen auch die Stimmgruppen separat aufgenommen werden sollten. Als im späten Frühjahr dann die Corona-Beschränkungen gelockert werden konnten, haben wir nach Abstimmung mit dem Bürgermeister und den Kulturverantwortlichen der Stadt Schkeuditz mit den Aufnahmen im Studio begonnen, auch immer nur mit etwa 3-4 Personen ( 2 SängerInnen und die ProduzentInnen), so dass die Einhaltung der Maßnahmen zu Abstand und Hygiene stets gewährleistet war. Das wurde auch alles fotografisch dokumentiert. Natürlich zogen sich deshalb die Aufnahmen über einen längeren Zeitraum hin als sonst üblich und wir brauchten dazu fast den ganzen Sommer.

Aber nun sind die Aufnahmen alle fertig und die CD wird im Werk produziert; Ende November wird sie ausgeliefert. Leider kann sie aufgrund der aktuellen Beschränkungen nicht in einem Konzert oder einer öffentlichen Präsentation vorgestellt werden, das kann also nur über die Presse und unsere Internetseite erfolgen. Aber: Es ist eine CD mit 15 wunderschönen Weihnachtsliedern, die Sie noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest für Ihre Familie oder zum Verschenken an Ihre Verwandten und Freunde erwerben können. Bitte nutzen Sie dazu die folgenden Kontakte: E-Mail: v@metzing.biz, Telefon:  0174 95 29 019. Wir freuen uns sehr über reges Interesse.

»ANDERE ANSICHTEN«

Antje Burr & Jürgen Oppermann
Malerei & Skulptur

20. September bis 1. November 2020

Am Sonntagnachmittag ging diese schöne Ausstellung zu Ende. Gäste hatten noch die Möglichkeit an diesem Tag die Werke in der art Kapella zu besichtigen und mit dem Kurator Axel Görig ins Gespräch zu kommen.

Finissage Foto: ©art Kapella,  Petra Kießling

Die Berlinerin Antje Burr zeigt aktuelle Arbeiten. Es entstehen Landschaftsstrukturen oder Farbräume vor den Augen der Betrachter. Sie trägt erdfarbene und warme Farben, meist ist es Acryl, auf raue Holzoberflächen auf. Durch die besondere Bearbeitungstechnik der Oberfläche entsteht eine Art Dreidimensionalität, die den Bildern eine Tiefenwirkung verleihen. Mit einer enormen Farbenvielfalt und einem kräftigen Duktus auf der Oberfläche, gelingt es ihr eine einzigartige Atmosphäre im Bildraum zu schaffen. Die reale Landschaft wird am Ende nur durch die Augen der Betrachter, die Assoziation oder die Fantasie der Rezipienten sichtbar. Antje Burr fing schon früh mit ihrer künstlerischen Arbeit an. Viele Jahre konnte sie sich als studierte Grafikdesignerin ihre Lebensgrundlage sichern. Die Malerei hat sie nie aufgegeben. Ihre Sehnsuchtslandschaft ist die Ostsee. Viele Werke spiegeln dies wider. Zahlreiche Galerien an der Ostseeküste zeigen kontinuierlich ihre Bilder. Auch national und international nahm sie an zahlreichen Ausstellungen und Messen teil und erhielt Preise für ihr künstlerisches Wirken.

Einblick in die Ausstellung © Foto: Gerlinde Oppermann

Der in Leipzig lebende bildende Künstler Jürgen Oppermann erschafft Skulpturen, die zusätzlich durch ihre arteigenen Oberflächen einen haptischen Eindruck vermitteln. Oppermann ringt, im positiven Sinne mit unterschiedlichen Formensprachen. Sein bevorzugtes Material ist Ton. Aus ihm formt er anmutige, realistische Skulpturen, abstrahiert die Bewegung von Körpern bis hin zu expressiven Werken. Seine Handschrift ist schwungvoll, sein Sujet ist u.a. den Menschen in Beziehung zu seiner Umgebung zu setzen. Jürgen Oppermann experimentiert gerne und gibt sich dann erst zufrieden, wenn der Ton zur Skulptur geworden ist und nach dem Brennvorgang kein Riss im Scherben ist. Diesen Prozess eine Figur aus Ton zu schaffen, sie aufzubauen hat er sich über viele Jahre angeeignet und verfeinert.

»art Kapella Schkeuditz – ein Rückblick«

ESSENZEN – Kunst in Schkeuditz

Mit Werken von Heinz Häse, Wolfgang KE Lehmann, Edith Müller-Schkeuditz, Heinz Mutterlose, Elisabeth Mutterlose-Schittko, Stephan Voigtländer, Günter Rackwitz u.a.

Higlights am Freitag, den 04.09.2020:

ab 16 Uhr Begrüßung: Petra Kießling, danach kommen wir ins Gespräch

um 17.30 Uhr:
Sommerkonzert II
mit »Isle of Sounds«
*

Die drei Frauen fanden sich 2017 zu einer Band mit irischer, schottischer und amerikanischer Folkmusic zusammen.
Marion Quitz spielt die Laute, die Harfe und das Gemshorn, Conny Bengsch tritt mit der Gitarre auf und Constance Griebsch mit der Geige.

von 20.00 bis 24.00 Uhr in ganz Schkeuditz:

Eröffnung der »24. Schkeuditzer Kulturtage 2020« unter dem Motto:
»Endlich wieder Kultur – Kulturwoche 2020«
mit einer Lichtinszenierung »colorful – bunt« [Kultur ist bunt und Kultur bringt Farbe in das Leben]
Zur Eröffnung der diesjährigen Kulturtage werden sechs Schkeuditzer Kultureinrichtungen (Stadtmuseum, Kulturhaus Sonne, Villa Musenkuss, Stadtbibliothek, art Kapella und die Bühne am Biedermeierstrand) bei einer Lichtinszenierung im Zeitraum von 20.00 bis 24.00 Uhr in buntem Schein erstrahlen.

Die Ausstellung ist
an diesem Abend geöffnet bis 23 Uhr

Wir würden uns sehr freuen Sie begrüßen zu können.

Die Veranstaltung findet, unter Einhaltung der aktuellen geltenden Bestimmungen von Bund und Ländern zum Schutz gegen die Covid-19 Erkrankung, statt.

Die Anzahl der Gäste ist begrenzt. *Deshalb bitten wir Sie um Ihre Anmeldung unter info@artkapella.de. Die Veranstaltung findet in der art Kapella statt. Für alle weiteren Gäste steht Außenbereich zur Verfügung und der Einlass in die Ausstellung, um die Anzahl der Gäste im Innenraum zu begrenzen, wird durch unsere Mitarbeiter geregelt.

ROOMBOOM

Street Art I Design I Modern Art I Installation I Bands I Dj’s I Mural Art I Performances I Photography I Workshops I Street Food I Multimedia I Graffiti I Theatre I Modern Dance

RoomBoom – der Name ist Programm. Eine Kreativexplosion, deren Nachbeben man noch weit über die sächsische Landesgrenze wahrnehmen dürfte. Ein kulturelles Spektakel mit Tiefenwirkung, denn hier im Epizentrum Schkeuditz werden sich lokale und internationale Künstler*innen die Hand reichen und gemeinschaftlich dem ehemaligen ZAW-Gelände einer Schönheits-Operation unterziehen. Das Ziel der Transformation ist ein urbanes Gesamtkunstwerk aus allen denkbaren grafischen, plastischen und audiovisuellen Gestaltungsmöglichkeiten. Künstler*innen aus verschiedensten Sparten wird die Freiheit gegeben, einen Raum innerhalb des ZAW-Areals umzugestalten. Der Festival-Besucher wird zu einem Forscher auf Expeditionsreise durch das ehemalige ZAW-Gelände in neuem Anstrich. Gezeigt werden vor allem Werke aus den Bereichen Street Art, Design, Mural Art, Installation, bildende Kunst, Malerei und Fotografie. Aber auch Bands, Dj`s und Künstler*innen aus Performance, Theater und Tanz, sowie Workshops mit den Besucher*innen, bieten ein Programm von einzigartiger Vielfältigkeit. Die Ausstellung wird durch einen StreetFood- und Kunstmarkt auf dem Hof begleitet. Gerade in den Kleinstädten ist es wichtig ein kulturelles Fundament zu erschaffen, um Menschen weiterhin an ihre Region zu binden. Das sächsische Schkeuditz wird oft als schrumpfende Kleinstadt betrachtet. Wir sehen das anders. Denn hier können wir Künstlerinnen und Künstlern die Plattform und den Raum bieten, sich gestalterisch zu verwirklichen. Der Ort, das ehemalige ZAW-Gelände, ist ein alter Industriebau und ist 1938 erbaut worden. Seit jeher wurde dieser von verschiedenen Betreibern, wie der Industrie- und Handelskammer, der MAB oder der ZAW GmbH als Ausbildungsstätte für Lehrlinge genutzt. Auf dem Gelände befindet sich das vierstöckige Hauptgebäude und mehrere teilweise 1-2 stöckige Nebengebäude. Allein das Hauptgebäude bietet mit seinen insgesamt rund 1500 qm viel Raum für Kreativität. Das Room Boom Festival ist ein gemeinnütziges Projekt.

Unterstützt wird das Projekt durch viele Spenden, Sponsoren und durch die Stadt Schkeuditz.
Kooperationspartner: ROOMBOOM

Ein Projekt des art Kapella Schkeuditz e. V.
mit dem Kooperationspartner ROOMBOOM
Organistorinnen: Franziska Rattay und Franzisco Föse.

Sponsoren und Unterstützer:

Quelle: https://roomboom.net/about/

»Zwischen Alltag und Traum« Thomas Wieduwilt – »Die Magie der Malerei«

Malerei /// Skulptur /// Rauminstallation

Zur Eröffnung begrüßt Sie der Kurator Axel Görig, die Einführung in die Bilderwelten des Thomas Wieduwilt übernimmt der Sammler und Kunstliebhaber Wolfgang Lührs.

Thomas Wieduwilt ist ein Allrounder, ein Künstler der seiner Fantasie im Malerischen, im Skulpturalen sowie im Installativen, Raum verschafft. Doch er geht noch weiter. Er musiziert und dichtet. Diese künstlerischen Ambitionen werden in zwei Konzerten am 21. Juli und am 11. August, jeweils 16 Uhr in der art Kapella erleben.

Die Ausstellungseröffnung am Sonntag wird vom taiwanischen Pianisten Fan Yu am Flügel musikalisch gestaltet. Freunde der art Kapella kennen und schätzen Fan Yu, er ist Meisterschüler bei Prof. Caspar Frantz an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« Leipzig.

© Thomas Wieduwilt: »Die Geharnischten«, 150 x 195 cm

Ausstellungsdauer
vom 7. Juli bis
18. August 2019

HIN UND WEG

Das Archiv. Das selbst gebaute
Gedächtnis der Stadt.

Eine Ausstellung persönlicher
Zeitzeugnisse in Schkeuditz
Ausstellungsdauer: vom 23. bis 26. Mai 2019

Eröffnung: 
Do., 23. Mai, 16 Uhr

Öffnungszeiten: 
23. Mai | 16-19 Uhr /// 24. Mai | 14-18 Uhr /// 25. & 26. Mai | 11-18 Uhr 
Ort: Heinrich-Heine-Str. 1, 04435 Schkeuditz (ehemaliges »Lehrwerk«)

© Sebastian Kiss

Eine geschichtsträchtige Fabrikhalle in Schkeuditz wird zu einem temporären, lebendigen Archiv. Für vier Tage sind in der ehemaligen Gewerblich-technischen Bildungsstätte in der Heinrich-Heine-Straße 1 in Schkeuditz persönliche Zeitzeugnisse zu sehen. Eine Ausstellung über Schkeuditz, zusammengestellt aus den Erinnerungen und Dokumenten ihrer Einwohnerinnen und Einwohner. Ein Archiv aus Momentaufnahmen zu Fragen wie: Was macht die Stadt für mich aus? Welche Ereignisse, Freuden und Feste prägen diese Heimat? Welche Orte sind mir wichtig oder verschwunden? Welche kamen neu hinzu?

Die art Kapella Schkeuditz präsentiert die Ausstellung im Rahmen des Projektes „HIN UND WEG. SCHKEUDITZER GESCHICHTEN ZWISCHEN BAHNEN“. Das ehemalige Fabrikgelände in der Heinrich-Heine-Straße 1 ist ausnahmsweise öffentlich zugänglich. Das Projekt wird vom Fonds Neue Länder der Kulturstiftung des Bundes gefördert.

Kontaktdaten:

art Kapella Schkeuditz e.V. Tapetenwerk Haus K Lütznerstr. 91 04177 Leipzig Tel: 0151 68128506 Mail: hinundweg@gmail.com
oder über info@artkapella.de

»Gudrun Brüne & Marco Flierl«

Malerei & Plastik*

 31. März bis 12. Mai 2019*

Die Werke von Marco Flierl sind nur bis zum 11. Mai zu besichtigen.

Ausstellung vom 31. März bis 12. Mai
»Gudrun Brüne & Marco Flierl«                               
Malerei & Plastik

Vernissage am So., 31. März, 14 Uhr             
»Gudrun Brüne & Marco Flierl«
Malerei & Plastik*
Laudatio für Gudrun Brüne: Wolfgang Lührs
(Jurist und Kunstsammler aus Naumburg) ///
Laudatio für Marco Flierl: Axel Görig
(Kurator der Ausstellung) ///
Musik: Fan Yu am Klavier

© artkapella (Gaby Sergel)
Vernissage


Lesung & Künstlergespräch am So., 14. April, 14 Uhr    
Lesung aus der Biografie »Bernhard Heisig & Gudrun Brüne
ein Künstlerpaar über 50 Jahre« von und mit Michael Hametner (Journalist, Redakteur & Sprecher) im Anschluss: Gespräch mit Gudrun Brüne.

Finissage am So., 12. Mai, 14-15.30 Uhr         
»Gudrun Brüne & Marco Flierl«

»BILDWECHSEL« 

Malkurs: © verschiedene Künstler*innen

24. Februar bis 24. März 2019

Ergebnisausstellung mit malerischen Werken der Mitglieder der Gruppe »Naturstudien« unter der Leitung von Konstantin Wendt. 

Teilnehmer/-innen: Anke Jacobi /// Christa Tröger /// Eva Fechner ///
Gustav-Wilhelm Bathke /// Axel Görig /// Petra Kießling ///
Petra Wendt /// Chantal Strack

ROYAL CHAPEL – KingKonkret

Ausstellung mit der Künstlergruppe »KingKonkret«:
Knut Müller . Dirk Richter . Ingrit Sperrle .
Frank Tangermann . Susanne Werdin . Gerhard Wichler
Programm zur Eröffnung:
Einführung: Julia Blume
Musik: »ISIS« für Klarinette Solo (2011)
Komposition von Knut Müller
Klarinette: Anja Starke

© KingKonkret v.l.n.r.  Ingrit Sperrle . Susanne Werdin . Gerhard Wichler .  Dirk Richter . Frank Tangermann . Knut Müller

KingKonkret

(Rede von Julia Blume am 2.12.2018, Art Kapella, Schkeuditz)

In der Leipziger Zeitschrift Vivos Voco veröffentlicht Oskar Schlemmer 1926 seinen Text

Tänzerische Mathematik, in dem er seine Freude an einer künstlerischen metaphysischen Mathematik formuliert, deren Verwandtschaft er im ursprünglichen Gefühl, einer Idee sieht, die sich zu einer ordnenden Form verdichtet. Er beschreibt eine Sehnsucht nach Präzision, nach Gestalt. In der Überzeugung, dass sich gerade an den Grenzen Neues abzeichnet, wendet er sich dem Tanz als Experimentierfeld zu. Dabei erprobt er das Elementare und Typische, das im abstrakten Zusammenspiel Form annimmt. Tänzer bewegen sich im Raum, den er als ein Gebilde aus Maß und Zeit beschreibt.

Der Mathematiker Helmut Hasse, der zwischen 1925 und 1930 in Halle lehrte, bezieht sich in seinem Text Mathematik als Wissenschaft, Kunst und Macht (1951) auf Ähnlichkeiten zwischen Mathematik und Musik. Bezogen auf eine logische Beweisführung schreibt er: Dafür, dass eine solche Komposition Mathematik ist, ist ihre logische Richtigkeit zwar notwendig, aber keineswegs hinreichend. Es muss vielmehr das Analogon der musikalischen Schönheit und Dynamik hinzukommen.

Ebenfalls in der Mitte der 1920er Jahre bildet sich unter dem Einfluss von Theo von Doesburg die Kategorie Konkrete Kunst, die auf den Intellekt setzt, auf die vorweggenommene Idee, in der es um Linie, Farbe und Fläche an sich geht und nicht um die Abstraktion des Figürlichen. Wir sind Maler, die denken und messen heißt es im Manifest der konkreten Malerei 1930. Technische Perfektion, Klarheit, Ordnung und Kontrolliertheit werden als Qualitäten benannt. Geometrische Figuren entsprachen diesen Forderungen am ehesten. Die Entwicklung der Malerei ist nichts anderes als die Suche nach Wahrheit durch die Kultur des Visuellen.

So ungewöhnlich und notwendig dieser Ansatz zu jener Zeit war, so sehr kann auch er zum Korsett werden, wenn man das Zufällige, das Spielerische und Intuitive ausgrenzt. Im Laufe der folgenden Jahrzehnte ist der Begriff des Konkreten weiter geworden, nahm andere Kunstrichtungen in sich auf, reicherte sich an und erweist sich als immer wieder erneuerbar.  Und sei es als ein Bindeglied zwischen Künstlerinnen und Künstlern, die aus ihrem künstlerischen Arbeiten, seien sie minimalistisch, Mustern angelehnt, konstruktiv, aus ihrer individuellen Formensprache heraus eine eigene Position zur konkreten Kunst entwickeln, scheinbar im Prozess zwischen Annährung und Abstoßung, einer Bewegung, die neue Energien freisetzt.

Susanne Werdin, Ingrid Sperrle, Gerhard Wichler, Knut Müller, Frank Tangermann und Dirk Richter bilden seit etwas mehr als einem Jahr die Künstlergruppe Kingkonkret, deren Ausstellung wir heute eröffnen. Anders als bei thematisch fremdkuratierten Ausstellungen geben sie durch die jeweils autonomen Kunstwerke das Setting vor und entscheiden miteinander, wie sich daraus ein neues Ganzes wie eine Komposition aus verschiedenen Eindrücken ergibt. Jede, jeder Einzelne lädt zur Betrachtung der persönlichen Arbeiten ein, entlässt dann zum Nächsten, taucht wieder auf, entlässt von Neuem. Ihre Gemeinsamkeit generiert sich nicht über die Wurzeln in Schulen sondern über das Entdecken verwandter Kunstsprache.

Ingrid Sperrle, geb. im Schwäbisch Gmünd, studierte und arbeitete als Künstlerin in Freiburg im Breisgau und kam vor ca. 10 Jahren nach Leipzig.

In ihren Arbeiten verbinden sich Materialien auf subtile Weise und bewegen sich auf den Grenzlinien zwischen Malerei, Grafik und Assemblage. Rost, durch den Sauerstoff auf Eisen sichtbar wird und dessen zeitlichen Verfall begleitet, wird auf eine neues Trägermaterial gehoben und dort so komponiert, dass freibleibende geometrische Flächen den Blick auf den darunter liegenden Stoff mit den ihm jeweils innewohnenden besonderen Strukturen und Anmutungen ermöglichen. Die aus gewisser Distanz homogen wirkende rotbraune Rostoberfläche gliedert sich beim näheren Betrachten in eine Vielzahl von Farbigkeit im Braun-Rot-Schwarz-Orange-Spektrum auf und schafft unterschiedliche Höhen und Tiefen. Das Material tastet sich vorsichtig in den Raum hinein. Der häufig als Abfallprodukt wahrgenommen Rost kann sich auf Ingrid Sperrles Bilder neu entfalten und schön werden.

Frank Tangermann kommt aus Halberstadt und arbeitet seit 8 Jahren in Leipzig. Klare geometrische Figuren schaffen eine Illusion von Raum. In sich harmonisch ausgerichtet wird das Herausstrebende wieder eingefangen. Dabei kommt es zum Ausloten der Kraft von Farbkontrasten, mit denen wir Moderne assoziieren. Geometrische Konstruktionen, die ein Hervor- und Zurücktreten untersuchen, zeugen von konzentrierter Aufmerksamkeit. Seriell angelegt verweisen seine Arbeitemn auf optische Wahrnehmungsphänomene. Das Heraustreten aus der Fläche passiert in unseren Köpfen.

Tatsächlich dreidimensional sind die Holz-Skulpturen von Dirk Richter, der in den 1990er Jahren in Dresden Bildhauerei studierte und in Leipzig lebt und arbeitet. In seinen Objekten scheint auch das Erbe der Konstruktivisten aufgehoben, jedoch angereichert durch paradoxe Verschränkungen und Durchdringungen. Farbige, durch rot und gelb akzentuierte Gebilde betonen das Lineare, erforschen Grenzen und Zwischenräume. Gebogenes wird gleichsam tänzerisch ineinander verschränkt. Fragmente formen ein neues, anderes Ganzes. Dazu stehen Arbeiten auf Papier wie flächig gewordene Schattenbilder der Skulpturen und zugleich als Ausdruck innerer Balance.

Gerhard Wichler studierte in Leipzig Grafik. Seine Arbeiten spielen mit der Kraft des bewegten Musters. Geometrisch gegliederte Strukturen bilden den ordnenden Grund für flirrende Farbnuancen. Nähert man sich den kosmisch anmutenden Bildern, so entdeckt man überraschende Binnenwelten, die aus Farbe, Linien und kleinen tonnenförmigen Perlen, wie man sie in Kinderfädelspielen finden kann, zusammengesetzt sind. Man spürt die Akribie und Präzision, die für diese Arbeiten nötig ist und ahnt etwas von der Zeit, die sich in den Entstehungsprozess eingeschrieben hat. Materialien werden zugleich wertschätzend einer neuen Bestimmung zugeführt. Ausdrucksformen anderer Kulturen, die dem Ornament Sprachgewalt zugestehen, scheinen auf.

Bei Knut Müller verschränkt sich das Musikalische und Bildliche auf besondere Weise. Alles ist rhythmisch und Kompositionen gelten hier wie dort. Einzelne Parameter wie Farben und vertikale Linien sind festgelegt und geben eine Ordnung vor, in die sich der Zufall fügt. In ständig neuen Kombinationen findet die stetige Veränderung statt und Zeit, die in der Musik ein Element ist, findet im Video eine Entsprechung. Während die Arbeit hier auf dem relativ kleinen Display in den Dialog mit den anderen Werken der Künstlergruppe tritt, verändert sie ihren Wirkungsraum im Dialog mit Musik. Immer ist die Zuhörerin / Betrachterin, der Zuhörer / Betrachter der letztliche Vollender des Werkes, indem er beide Erlebnisse in Harmonie oder Differenz zusammenführt und eigene Assoziationen entwickelt. Zwei Kompositionen in Gelb tasten sich aus der Fläche in den Raum und fügen sich zu einer ganz eigenen Landschaft voll überraschender Heiterkeit.

Susanne Werdin erforscht mit ihren Arbeiten sehr genau die Grenzen zwischen Fläche und Raum. Kreise, Quadrate, Rechtecke, Linien überlagern sich, manchmal durch lasierende Flächen aufscheinend, manchmal durch tatsächlich tief liegende oder randständige Farben markiert. Zu Weiß gesellt sich Grau, Schichtungen werden optisch suggeriert und an anderer Stelle objekthaft vollzogen. Rot als energetische Farbe strukturiert, ordnet, begrenzt. Vorder- und Hintergrund scheinen nicht unabänderlich festgeschrieben. Als zusätzlicher Faktor in den Spielarten von Grau schreibt sich der Schatten den die heraustretenden Körper bedingen, je nach den Lichtverhältnissen ständig neu ins Bild ein.

Alle 6 der hier vorgestellten Positionen berühren sich im Raum.

Wenn es im Zusammenschluss von Künstlerinnen und Künstlern zu Gruppen um mehr geht als um bessere Möglichkeiten öffentlicher Wahrnehmung durch Ausstellungen oder auf Messen und um mehr geht als ökonomische Lasten zu teilen, wenn es um den ideellen und künstlerischen Wert des gemeinsamen Auftritts ebenso geht wie um die Möglichkeiten des Gesprächs, der Kritik und um die lebendige Anregung, dann hat Kingkonkret ein großes Potential. Vielleicht auch, weil sich hier Persönlichkeiten zusammentun, die bereits erfahren sind und sehr bewusst das Miteinander schätzen als Zusammenschluss autarker Künstlerinnen und Künstler.

Kingkonkret in der Art Kapella, eine schöne Fügung der Begriffe für diese Ausstellung, der ich viele interessierte Besucherinnen und Besucher wünsche.

© Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von der Autorin und Kunsthistorikerin Julia Blume